Trennung von Vorhandenem, Investitionen in die Zukunft

Der Blick in die ZukDie beiden großen Sanierungsprojekte, Turm der Stadtkirche und Kindergarten Gustav-Werner mit Mietwohnungen und Außenanlagen, neigen sich mit dem Jahr 2019 dem Ende zu. Die insgesamt nach wie vor überhitzte Situation im Bausektor hat die Maßnahmen verzögert. Aber Ende gut, Alles gut. Die kircheninterne Abstimmungsphase zur Sanierung des Pfarrhauses Bubenhaldenstraße 64 war in den letzten Monaten ebenfalls soweit gediehen, dass ein entsprechendes Baugesuch eingereicht werden konnte und die Auswahl der Firmen für die Ausschreibungen der Sanierungsmaßnahmen erfolgt ist. Der Blick in die Zukunft: Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieser Ausgabe hat der Kirchengemeinderat über die vorliegenden Wertermittlungen der Liegenschaften beraten, die als Ergebnis der umfangreichen Immobilienkonzeption veräußert werden sollen. Wünschenswert ist, dass noch in der Amtszeit des aktuellen Gremiums abschließende Verkaufsentscheidungen gefällt werden können. Seitens unserer Landeskirche war gefordert worden, dass der Bestand an Immobilien reduziert werden muss, bevor die Realisierung zukunftsgerechter Gebäude genehmigt wird. Dazu gehören das neue Gemeindehaus, an dessen Planung bereits eine Arbeitsgruppe aktiv arbeitet sowie mittelfristig ein Ersatz für das marode Nebengebäude im Waldheim. Weiterhin gehören dazu die nachhaltigen Sanierungen am Hauptgebäude der Stadtkirche (Schiff) und dann auch bei Zeit der Gustav-Werner-Kirche von außen. Dies Alles dann nach und nach. So wird sich der neu zu wählende Kirchengemeinderat zwar wohl nicht mehr schwerpunktmäßig mit den Immobilienverkäufen und -aufgaben beschäftigen müssen. Er hat aber die Aufgabe, mit den weiterhin bestehenden Gebäuden nachhaltige und die Gemeindearbeit fördernde Grundlagen zu schaffen. Wir hoffen, dass dieser Ausblick in die Zukunft der Gebäude auch für unsere Kirchengemeinde eine positive Weiterentwicklung bringt, damit in modernen und bedarfsgerechten Häusern gute und vielseitige Gemeindearbeit geleistet werden kann. (Ralph Hägele, miteinander 124, 12/19, )

 

 

Zukunftsorientiertes Gebäudekonzept

Der Kirchengemeinderat trifft weitreichende Entscheidungen

Seit etwa 10 Jahren beschäftigt sich der Kirchengemeinderat (KGR) der Evangelischen Kirche Feuerbach mit der Erstellung eines zukunftsfähigen Konzepts für die Gebäude, die im Besitz der Kirchengemeinde sind. Am 17.10.2018 hat der KGR nun beschlossen, den Immobilienbestand deutlich zu reduzieren. Zudem wurde ein Antrag an die Kirchenleitung (Oberkirchenrat) formuliert, anstelle des stark sanierungsbedürftigen Gemeindehauses der Stadtkirche einen Neubau zu errichten. Die mit großer Mehrheit verabschiedeten Beschlüsse sind das Ergebnis eines langen Prozesses, welcher der Kirchengemeinde eine vielfältige Raumnutzung ermöglichen soll.

Konkret hat der KGR beschlossen, die Liegenschaften im Burgenlandzentrum (u.a. Lutherkirche), der Steigerwaldstraße (u.a. Föhrichkirche) und zwei Wohnhäuser zu verkaufen. Damit trennt sich die Kirchengemeinde von knapp der Hälfte ihrer Flächen. Folgende Rahmenbedingungen haben die Gemeindeleitung zu diesen weitreichenden Verkaufs-Entscheidungen veranlasst: Eine kontinuierlich stark abnehmende Zahl der Gemeindemitglieder und parallel dazu eine Reduzierung der Pfarrstellen. Ein Sanierungsstau im Immobilienbereich in Höhe von ca. 5 Mio Euro. Ferner war es klare Vorgabe der Kirchenleitung, dass ein Neubau und Sanierungen nur bei gleichzeitiger Abgabe von Gebäuden unterstützt werden. Beim Verkauf der Flächen und Gebäude will die Gemeindeleitung soziale Kriterien berücksichtigen sowie auf die Weiternutzungsmöglichkeit von vermieteten Kindergartenflächen oder sakralen Räumen hinwirken. Die betroffenen Mieter wurden informiert.

Mit diesen Vorhaben wird der Beschluss des KGR aus dem Jahr 2010 umgesetzt, dass sich die Gemeindearbeit zukünftig auf die zwei Standorte Stadtkirche und Gustav Werner Kirche konzentriert. Die Kirche, die das Stadtbild von Feuerbach deutlich mitprägt, ist die historische Stadtkirche. Hier wird in den nächsten Jahren ein Großteil des Gemeindelebens stattfinden. Dazu soll ein Neubau des Gemeindehauses entstehen, der dann auch den Anforderungen an Barrierefreiheit und Energieeffizienz entspricht. Ein flexibles sowie attraktives Raumkonzept wird eine vielfältige Gemeindearbeit ermöglichen und bietet für heutige und zukünftige Nutzerinnen und Nutzer neue Chancen. Ferner soll das neue Gemeindehaus in die Öffentlichkeit unseres Stadtteiles hineinwirken. Das Nutzungskonzept dieser Räume möchte der KGR vor der konkreten Planung zusammen mit der Kirchengemeinde und der Ortsgemeinde erarbeiten.

Die geschätzten Gesamtkosten für den Neubau betragen ca. 3.3 Mio. Euro. Dieser Betrag ergibt sich aus einer Machbarkeitsstudie der Landeskirche. Bei Genehmigung des Antrags wird die Kirchenleitung die Baumaßnahme finanziell und planerisch unterstützen.
Über den Fortgang des Gebäudekonzepts inklusive der anstehenden und schon abgeschlossenen Sanierungsarbeiten an den bestehenden Gebäuden informiert die Kirchengemeinde regelmäßig auf ihrer Webpage (https://www.gemeinde.feuerbach.elk-wue.de) unter „Weiteres Wissenswertes“ Unterpunkt „Gebäudekonzept“.

Rückblick Gemeindeversammlung
Am 01. Oktober fand im Saal des Gemeindehauses der Stadtkirche eine weitere Gemeindeversammlung (zuletzt Dezember 2017) zum aktuellen Stand des Immobilienkonzeptes statt. Einen ausführlichen Bericht dieser Veranstaltung finden Sie ebenfalls auf der oben angegebenen Webpage.

Neben aktuellen Berichten über anstehende und abgeschlossene Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden der Gemeinde ging es vor allem um die zukünftige Immobiliennutzung. Während des Abends wurden alle Hintergründe und Rahmenbedingungen erläutert, die zu den Entscheidungen des KGRs im Bereich Immobilien geführt haben. Die Machbarkeitsstudie zum neuen Gemeindehaus wurde vorgestellt und der Finanzierungsplan wurde dargelegt. In der anschließenden Diskussion der ca. 50 Anwesenden wurde deutlich, dass sich die Gemeindemitglieder auch Gedanken machen, wie mit Veranstaltungen, Gruppen und Kreisen umgegangen wird, die von diesen Entscheidungen betroffen sind. Der Kirchengemeinderat wird in einer seiner nächsten Sitzungen dazu eine Arbeitsgruppe einsetzen. Diese wird auf die Gruppen und Betroffenen zugehen, um gemeinsam gute Lösungen dafür zu finden, wie und wo die einzelnen Veranstaltungen in Zukunft stattfinden. Dabei können auch schon Ideen und Wünsche für das neue Gemeindehaus entstehen und eingebracht werden.

Gemeinde erleben – gemeinsam Abschied und Zukunft gestalten
Die weitere Planung und Umsetzung des Immobilienkonzeptes wird alle Beteiligten noch viel Zeit und Energie kosten. Dazu ist viel Sachverstand im Immobilienbereich nötig und viel Verantwortungsbewusstsein. Der Kirchengemeinderat wird dafür Unterstützung aus der Gemeinde, vom Oberkirchenrat und von Architekten in Anspruch nehmen.

Diese rein „räumlichen“ und technischen Überlegungen können und müssen im Kirchen- und Gemeindeleben auch auf die Inhalte übertragen werden. Es gilt, die Räume mit Leben zu füllen. Daher ist das Thema „Räume gestalten“ nie nur auf die Orte und die Ausstattung bezogen. Es geht immer gleich auch darum, wie Menschen diese Orte nutzen und nutzen möchten. Konkret geht es darum, wer sich hier trifft und was die Menschen in Feuerbach bewegt und was ihnen besonders wichtig ist.

All dies bedeutet weiter, dass der Abschied von alten Räumen und den damit verbundenen Erinnerungen in einer guten Weise ermöglicht wird; sowohl gemeinsam als Gemeinde, als auch als persönlich. Die Gemeindemitglieder und die kirchlichen Mitarbeiter werden in diesem Zusammenhang ihre unterschiedlichen und ganz eigenen Mühen mit Abschied, Verabschiedung und Trauer haben. Die Kirchengemeinde Feuerbach wird sich in den nächsten Monaten und Jahren von Strukturen und Orten trennen müssen, die sehr vertraut geworden sind. Beim Thema Abschied ist eine ganze Reihe von Gefühlen beteiligt und das fällt nicht leicht. Abschied kostet und braucht Zeit. Nicht umsonst gibt es in unserer Kultur immer noch den Begriff des Trauerjahres. Der KGR möchte sich bewusst Zeit nehmen für die Gedanken, Fragen und die Gefühle, die aufkommen werden; und bewusst Zeit nehmen für das Eingewöhnen in neue Rahmenbedingungen.

All dies soll angemessen und gut gestaltet werden. Damit aus Altem und Neuem etwas Gutes entstehen kann, das der Kirchen- und Ortsgemeinde in Feuerbach entspricht. Dazu wünscht sich der Kirchengemeinderat einen guten und vertrauensvollen Austausch mit der Gemeinde und Unterstützung mit Rat, Miteinander und Gebet. (Ursula Hauer und Katja Schulze für den KGR, Vorveröffentlichung zu miteinander Nr. 121)

Pressemitteilung 23. Oktober 2018

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Gebäudekonzept für die Evangelische Kirchengemeinde Feuerbach beschlossen - Der Kirchengemeinderat trifft weitreichende Entscheidungen

Der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Feuerbach hat in seiner letzten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen, den Immobilienbestand der Gemeinde deutlich zu reduzieren. Insgesamt wird sich die Kirchengemeinde von rund der Hälfte ihrer Immobilien trennen. Zudem wurde ein Antrag an die Kirchenleitung formuliert, das bisherige, stark sanierungsbedürftige Gemeindehaus an der Stadtkirche durch einen Neubau zu ersetzen. 

Der Kirchengemeinderat sah sich zu dieser Entscheidung durch die abnehmende Zahl der Gemeindemitglieder, die Reduzierung der Pfarrstellen sowie einen Sanierungsstau in Höhe von ca. 5 Mio. Euro veranlasst.

Beim Verkauf der Flächen und Gebäude will die Gemeindeleitung soziale Kriterien mitberücksichtigen sowie auf die Weiternutzungsmöglichkeit von vermieteten Kindergartenflächen oder sakralen Räumen hinwirken. Die betroffenen Mieter wurden bereits informiert.

Mit diesen Vorhaben wird der bereits im Jahr 2010 gefasste Beschluss des Kirchengemeinderates umgesetzt, dass sich die Gemeindearbeit künftig auf die zwei Standorte Stadtkirche und Gustav-Werner-Kirche konzentrieren soll. Die historische Stadtkirche ist die Kirche, die das Stadtbild von Feuerbach deutlich mitprägt. Hier wird künftig ein Großteil des Gemeindelebens stattfinden. Dafür soll ein barrierefreier und ökologisch durchdachter Neubau des Gemeindehauses entstehen. Ein flexibles, attraktives Raumkonzept soll nicht nur vielfältige Gemeindearbeit ermöglichen, sondern auch in den Stadtteil hineinwirken.  Bei Genehmigung des Antrags wird die Kirchenleitung die Baumaßnahme finanziell und planerisch unterstützen.

Über den Fortgang des Gebäudekonzepts sowie die anstehenden und abgeschlossenen Sanierungsarbeiten an den bestehenden Gebäuden informiert die Kirchengemeinde regelmäßig auf ihrer Webpage (https://www.gemeinde.feuerbach.elk-wue.de/weiteres-wissenswertes/01-10-2018-gebaeudekonzept/).

Räume gestalten für die Zukunft. Das Immobilienkonzept kommt in Bewegung

Wir erleben in vielen Lebensbereichen eine Spannung zwischen Bewahrung und Wandel. Dieses Thema ist für die Kirche kein neues. Gerade die evangelische Kirche stellt sich dieser Herausforderung immer wieder. Bewahrung bedeutet, das zu pflegen, was unseren Glauben und unsere Identität ausmacht. Wandel bedeutet, diesen Inhalten immer wieder Gestalt zu geben in neuer Sprache, mit neuen Formen und mit neuen Räumen. Der KGR hat sich in den letzten Jahren sehr viel mit dem Thema »Immobilien«  beschäftigt. Eine Immobilie ist eigentlich etwas »Unbewegliches «. Aber gerade in diesen Bereich muss  jetzt Bewegung kommen. Es geht um Renovierung und Sanierung, um Vermietungen und Verkauf, und um Abriss und Neubau.

An einigen unserer Gebäude können Sie schon ganz praktisch sehen, dass sich etwas tut: Der Kindergarten an der Gustav-Werner-Kirche wird saniert und erweitert, um dem geänderten Bedarf der Familien nach längeren Betreuungszeiten und der Betreuung auch jüngerer Kinder gerecht zu werden. Am und im Turm der Stadtkirche werden, geplant war ab August, jetzt verschoben auf 2019, zahlreiche Handwerker bei der denkmalschutzgerechten Renovierung zugange sein. Im Waldheim werden die Gebäude und das Gelände fit gemacht, damit die Kinder und Mitarbeitenden des Ferienwaldheims eine unbeschwerte Waldheimzeit verbringen können. Sobald alle Genehmigungen vorliegen, wird das Pfarrhaus in der Bubenhaldenstraße renoviert. Das Haus, im bisher den Parochien der Luther- und Föhrichkirche zugeordneten Wohngebiet, wird unser dritter Pfarrhausstandort, neben der Walterstraße und der Wildeckstraße, für die zukünftig nur noch drei Feuerbacher Pfarrstellen sein. Neue Formen der Zusammenarbeit können Sie im Burgenlandzentrum erleben. Die Kirchengemeinde bietet, mit Förderung der Stadt Stuttgart, in städtischen Räumen, in Kooperation mit dem Freundeskreis Flüchtlinge und weiteren Partnern, offene Angebote für alle im Stadtteil an – eine Erweiterung unserer traditionellen Gemeindearbeit. Fast schon eine ökumenische Selbstverständlichkeit ist für uns, dass der Kindergarten der Evangelisch-Methodistischen Gemeinde interimsweise in die Räume der Gustav-Werner- Kirche einziehen kann, so lange deren eigenen Räume wegen Abriss und Neubau des Gemeindezentrums nicht zur Verfügung stehen.

Andere, weitreichende Entscheidungen zu unseren Immobilien liegen noch vor uns. Es ist nicht einfach, in diesem Bereich verantwortlich zu handeln, weil Entscheidungen zu fällen sind, die noch Generationen nach uns betreffen. Aber wer kann mit Sicherheit sagen, wie unsere Kirchengemeinde in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen wird? Wer kann mit Sicherheit sagen, was unsere Kirchengemeinde dann braucht? Bei diesem Thema geht es vor allem um eine große Verantwortung der Gemeindeleitung gegenüber der Gemeinde. Wir treffen weitreichende Entscheidungen und nehmen dafür viel Geld in die  Hand. Dazu wünschen wir uns einen guten Austausch mit der Gemeinde. Wir wünschen unsUnterstützung mit Rat und Gebet. Und wir wünschen uns Vertrauen in unsere Arbeit als Kirchengemeindeleitung. (Karen Wittmershaus, miteinander Nr. 120, 08/2018)

Kirchturmsanierung verzögert sich

© strebewerk. Architekten GmbH

Übersicht Turmhelm

Die Sanierung des Kirchturms der Stadtkirche wird später als geplant beginnen. Leider lagen zu wenige bzw.  überteuerte Angebote der benötigten Gewerke aus spezialisierten Fachbereichen vor. Die Einrüstung des Turms und der Start der Sanierung kann daher nicht vor Januar 2019 beginnen. 

Übersicht Sanierungsarbeiten. Evangelische Stadtkirche St. Mauritius, Stuttgart-Feuerbach

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Stark korrodiertes Ziffernblatt der Turmuhr

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Betonkonsolen und abgeplatzter Beton unter Balkon

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Geschädigte Natursteinflächen

© strebewerk. Architekten GmbH

Übersicht Turmhelm

© strebewerk. Architekten GmbH

Fehlstellen im Außenputz im unteren Wandbereich

Der 38 Meter hohe Kirchturm der Evangelischen Stadtkirche St. Mauritius in Stuttgart-Feuerbach ist stark schadhaft und muss instandgesetzt werden. Die Sanierungsarbeiten beziehen sich auf den mit Kupfer bekleideten achteckigen Turmhelm in Stahlskelettbauweise sowie den Turmschaft aus Naturstein. Um eine zuverlässige Planung und Kostenermittlung zu ermöglichen, wurden an den verschiedenen Bauteilen restauratorische Voruntersuchungen und Kartierungen durchgeführt. Daraus ergaben sich die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten. Ziel der Maßnahmen ist die nachhaltige Sicherung der Bausubstanz unter Berücksichtigung der denkmalgeschützten Bausubstanz. Neuteile aus Naturstein werden nur dort eingebaut, wo die bestehende Bausubstanz nicht mehr haltbar ist. Ansonsten finden die Arbeiten überwiegend konservierend statt.

Für eine vollständige Instandsetzung müssen folgende Maßnahmen durchgeführt werden: Zunächst wird für die Sanierungsarbeiten ein Gerüst gestellt. Am Turmhelm werden kleine Löcher in der Kupferhaut geschlossen und alle Verbindungen der Kupferbleche geprüft. Die Zifferblätter und Zeiger der Turmuhr werden ausgebaut und in der Werkstatt instandgesetzt. Das Uhrwerk wird dazu ausgeklinkt. Stark korrodierte Bereiche des Ziffernblattes werden entrostet und neu beschichtet, die Ziffern werden vergoldet. Die Schallläden des Glockenturmes und die Taubenabwehr werden erneuert. Die Holztüren am Glockenturm und das hölzerne Gesims am Übergang des Turmschafts zum Turmhelm werden neu gestrichen. Eine Betoninstandsetzung ist in den Außenbereichen an den Konsolen und an der Betondecke unterhalb des Turmhelms notwendig. Die Betondecke im Innenbereich ist intakt. Für die Betoninstandsetzung müssen ein Teil der Kupferverkleidung samt Kastenrinne, das Geländer am Turmumgang und der Belag entfernt und erneuert werden. Die Geländerteile werden gereinigt, entrostet und teilweise ergänzt 

Bei der Untersuchung des Putzes am Turmschaft wurden korrodierende Metallstücke in der Putzoberfläche festgestellt, die zu einer optischen Beeinträchtigung (braunen Flecken) führten. Die korrodierenden Metallteile werden entfernt, schadhafte Putzbereiche repariert und die Fassade neu beschichtet. Das Gurtgesims am oberen Ende des Kirchturmes ist stark geschädigt und muss in weiten Teilen ersetzt werden. Alle weiteren Natursteinflächen werden gereinigt und mit farblich an den Naturstein angepassten Schlämmen und Kittungen konserviert. Stark rückgewitterte Bereiche werden mit Teilreparaturen, sogenannte Vierungen, erneuert. Bei der Instandsetzung der Natursteinlaibungen der Kirchturmfenster werden diese ausgebaut und ebenfalls instandgesetzt. Dabei werden geschädigte Hölzer erneuert, Kittfugen geprüft und gegebenenfalls erneuert, die Rahmen neu beschichtet und mit abdichtendem Naturmaterial ausgedämmt. Die Arbeiten beginnen im Sommer 2018. Das Gerüst wird voraussichtlich bis kurz vor Weihnachten stehen. Arbeiten am Sockel und Restarbeiten finden dann im Frühjahr 2019 statt. (strebewerk. Architekten GmbH, miteinander Nr. 120, 08/2018) 

Sanierung und Erweiterung Evang. Gustav-Werner-Kindergarten. Investition in die Zukunft

Fotos: Eindrücke der Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen rund um den Gustav-Werner-Kindergarten

Sanierung und Erweiterung des Gustav-Werner-Kindergartens - Investition in die Zukunft Die Arbeiten an der Sanierung des Kindergartens in der Wildeckstraße 33 sind momentan in vollem Gange. Zudem wird auch ein Teil des Untergeschosses für die Einrichtung erweitert, damit künftig ausreichend Platz für Ganztagsbetreuung, auch für Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren, zur Verfügung steht. Die Bilder zeigen einige aktuelle Eindrücke der Baustelle. Wie bei einem Puzzle müssen nun die Gewerke weiterhin ineinandergreifen, damit unsere Kindergartenkinder ihre »neue« alte Einrichtung zum Beginn des neuen Kindergartenjahres wieder in Beschlag nehmen können. (Ralph Hägele, miteinander 120, 08/2018)

Entscheidungen auf dem Weg in die Zukunft. Ergebnisse der Gemeindeversammlung

 »Menschen, Gottesdienste, Gruppen, Besuche, Diakonie, Steine, Beton, Geld, Verantwortung als gute Haushalter. Denken Sie weit: Was muss aus Ihrer Sicht bedacht werden, damit kluge Entscheidungen für die Kirchengemeinde Feuerbach getroffen werden können?«

Etwa 80 Menschen waren der Einladung zur Gemeindeversammlung am 3. Dezember 2017 gefolgt und tauschten sich in einer Gesprächsrunde in kleinen Gruppen zu dieser Frage aus.

Eine Voraussetzung, um kluge Entscheidungen treffen zu können, ist für uns üblicherweise, Informationen über das Thema zu sammeln. So begann auch die Gemeindeversammlung mit einem Informationsblock. Dass die Anzahl unserer Gemeindeglieder, und in der Folge die uns zur Verfügung stehenden Pfarrstellen, seit vielen Jahren kontinuierlich zurückgeht und voraussichtlich in Zukunft weiter zurückgehen wird, war wohl für niemanden der Anwesenden neu. Ebenso wenig die Tatsache, dass diese Entwicklungen keine Feuerbacher Besonderheit sind. Für einige in dieser Deutlichkeit doch überraschend war die von Architekt Sebastian Läpple präsentierte Übersicht des derzeitigen Immobilienbestandes unserer Kirchengemeinde, einschließlich einer Schätzung des jeweiligen Sanierungsbedarfs der Gebäude. Wollten wir alle Gebäude behalten und »in Schuss halten« bzw. wieder ertüchtigen, wären dafür Investitionen in Höhe von ca. 5 Millionen Euro notwendig.

Von den zahlreichen in den anschließenden Gesprächsgruppen gesammelten Meinungen und Anregungen können hier nur einige wiedergegeben werden. Mehrfach genannt wurden die Punkte:

  • Verknüpfen des Immobilienkonzepts mit inhaltlichen Aussagen zur Zukunft der Evangelischen Kirche in Feuerbach
  • Kirche soll nicht verwaltet, sondern gelebt werden
  • Etwas für künftige Generationen tun
  • Einen mutigen, großen Schritt zu einer langfristigen Lösung machen
  • Kein Parochiedenken, eine Gemeinde mit einer Kirche/ einem Zentrum
  • Gemeinderäume gut erreichbar machen, attraktive Räume schaffen, Barrierefreiheit
  • Gemeinderäume sollen Treffpunkt zur Begegnung für alle in Feuerbach werden
  • Zusammenarbeit mit anderen im Stadtteil, alle Altersgruppen im Blick haben

Der Kirchengemeinderat wird die Anregungen aus der Gemeindeversammlung in seinen weiteren Beratungen zum Immobilienkonzept aufnehmen. Über den Fortgang der Entscheidungsprozesse werden wir die Gemeinde im Gemeindebrief und auf der Homepage laufend informieren.

In allem Ringen um kluge Entscheidungen gilt dabei auch für uns, was Martin Luther schon vor fast 500 Jahren formuliert hat: »Wir sind es doch nicht, die da die Kirche erhalten könnten. « Unsere Vorfahren sind es auch nicht gewesen. Unsere Nachfahren werden’s auch nicht sein; sondern der ist’s gewesen, ist’s noch und wird’s sein, der da sagt: »Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.« (Karen Wittmershaus, miteinander 119, 03/2018)  

PfarrPlan 2024

Der PfarrPlan ist eine Zielvorgabe unserer Landeskirche, in der die Anzahl, der Umfang und die Verteilung der Pfarrstellen in den Gemeinden benannt werden. Der PfarrPlan, der die Gemeinden gerade am meisten beschäftigt in Stuttgart, heißt 2024 und bezieht sich auf dieses Jahr. Er gibt also eine Perspektive für die nächsten sechs bis sieben Jahre an. Eine sehr nüchterne Formulierung, die allerdings weitreichende Folgen hat. Im offiziellen Text der Landeskirche lautet das folgendermaßen: »Der »PfarrPlan« entsteht auf Grundlage einer Modellrechnung, der so genannten Personalstrukturplanung (PSP). Sie berücksichtigt aktuelle und künftige Entwicklungen bei der Zahl der Gemeindeglieder, der nachkommenden Theologinnen und Theologen schon im Studium sowie der Pfarrerinnen und Pfarrer, der Eintritte in den Ruhestand sowie bei Teilzeitbeschäftigungen und der Finanzkraft.«

Die Kurzzusammenfassung zu diesen Rahmenbedingungen lautet: Die Zahl der Gemeindemitglieder wird weniger, die Anzahl der aktiven Pfarrerinnen und Pfarrer wird weniger und die Anzahl der Theologiestudentinnen und -studenten wird auch weniger. Daraus ergibt sich, dass der Trend der immer weniger werdenden Pfarrstellen, der die letzten Jahre bestimmt hat, leider noch nicht zu Ende ist. Derzeit lautet die Prognose, dass dieser Trend noch bis 2030 anhalten wird. In dem vielleicht folgenden PfarrPlan 2030 soll dann aber eine Verteilung von Pfarrstellen erreicht sein, die ein stabiles und konstantes weiteres Arbeiten ermöglicht. Ob sich dieser Trend dann auch einmal wieder umkehren könnte, bleibt abzuwarten.

Das klingt alles recht schicksalhaft und für manche Gemeindemitglieder vielleicht auch ungerecht. Leider können die genannten Rahmenbedingungen kaum beeinflusst bzw. verändert werden. Die konkrete Herausforderung bis 2024 lautet: In unserem Dekanatsbezirk Zuffenhausen müssen die Stellen von derzeit 18,25 auf 14,5 reduziert werden. Die derzeitigen Vorgaben verteilen die Stellenkürzungen auf die Gemeinden Zuffenhausen, Stammheim, Himmelsleiter, Zazenhausen, Weilimdorf und Feuerbach.

Für die Kirchengemeinde Feuerbach bedeutet das ganz konkret, dass der Kirchengemeinderat im Herbst 2017 eine Pfarrstelle benennen muss, die ab 2024 nicht mehr besetzt sein wird. Für Feuerbach gibt es in all diesen unbefriedigenden Entwicklungen einen sehr positiven Umstand. Zwei unserer Pfarrer werden etwa zu dieser Zeit in den Ruhestand gehen.

Der PfarrPlan ist eine Zielvorgabe unserer Landeskirche, in der die Anzahl, der Umfang und die Verteilung der Pfarrstellen in den Gemeinden benannt werden. Der PfarrPlan, der die Gemeinden gerade am meisten beschäftigt in Stuttgart, heißt 2024 und bezieht sich auf dieses Jahr. Er gibt also eine Perspektive für die nächsten sechs bis sieben Jahre an. Eine sehr nüchterne Formulierung, die allerdings weitreichende Folgen hat. Im offiziellen Text der Landeskirche lautet das folgendermaßen: »Der »PfarrPlan« entsteht auf Grundlage einer Modellrechnung, der so genannten Personalstrukturplanung (PSP). Sie berücksichtigt aktuelle und künftige Entwicklungen bei der Zahl der Gemeindeglieder, der nachkommenden Theologinnen und Theologen schon im Studium sowie der Pfarrerinnen und Pfarrer, der Eintritte in den Ruhestand sowie bei Teilzeitbeschäftigungen und der Finanzkraft.«

Die Kurzzusammenfassung zu diesen Rahmenbedingungen lautet: Die Zahl der Gemeindemitglieder wird weniger, die Anzahl der aktiven Pfarrerinnen und Pfarrer wird weniger und die Anzahl der Theologiestudentinnen und -studenten wird auch weniger. Daraus ergibt sich, dass der Trend der immer weniger werdenden Pfarrstellen, der die letzten Jahre bestimmt Das bedeutet, dass wenigsten keinem Pfarrer die Stelle »weggenommen wird«, sondern der Auslauf der Pfarrstelle gleichzeitig mit Beendigung der Dienstzeit eintreten wird. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass bis Frühjahr 2018 das konkrete bezirkliche Stellenverteilungskonzept erstellt ist. Dieser Verteilungsplan wird dann bis Sommer 2018 durch den Oberkirchenrat geprüft und von der Landessynode beschlossen. Die Jahre 2019 bis 2024 sind dann gefüllt mit der Herausforderung der betroffenen Gemeinden, den PfarrPlan 2024 vorzubereiten bzw. umzusetzen.

Das wird auch in Feuerbach dazu führen, dass Zuständigkeiten neu bedacht und benannt werden müssen. Aufgaben werden neu verteilt werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir uns auch von Liebgewonnenem (schweren Herzens) verabschieden müssen. Möglichkeiten für neu zu gestaltende Strukturen zeigen sich allerdings durchaus in den Bereichen Ehrenamt, Kooperation mit anderen Gemeinden des Bezirkes und Ökumene. Auf jeden Fall ist auch der PfarrPlan 2024 ein weiteres Mal eine Herausforderung für die gesamte Kirchengemeinde. Weitere Informationen zum PfarrPlan 2024 finden Sie auf den Internetseiten elk-wue.de und service.elk-wue.de unter dem Stichwort. (Ursula Hauer, miteinander 2018, 12/2017) 

Zitate aus dem KGR-Handbuch 2013 zum Thema Immobilien

Jedes  Mitglied des Kirchengemeinderates erhält ein Handbuch. Dieses Handbuch wird vom Oberkirchenrat bzw. dem Bildungszentrum jeweils im Wahljahr herausgegeben. Darin finden sich (auf 876 Seiten) zahlreiche und umfangreiche Rahmenrichtlinien für die kirchliche Arbeit. Hier finden Sie einige Auszüge daraus, die sich auf den Arbeitsbereich „Immobilien“ beziehen. 

1.5.6 Bauen in der Kirchengemeinde und Umgang mit Immobilien  Der Kirchengemeinderat (KGR) ist nach der Kirchengemeindeordnung für die ordnungsgemäße  Verwaltung des Ortskirchenvermögens und der ortskirchlichen Stiftungen  (§§ 41 f. KGO) zuständig. Zu dem Vermögen einer Kirchengemeinde gehören  nicht zuletzt die unbebauten und bebauten Grundstücke. 

1.5.6.4 Immobilienkonzeptionen  Mit rd. 6.000 Gebäuden haben die Kirchengemeinden und Kirchenbezirke mehr Liegenschaften,  als sie langfristig benötigen und auch unterhalten können. Es ist daher  unabdingbar, dass sich der kirchliche Immobilieneigentümer damit befasst, welcher  Gebäudebestand auf Dauer benötigt wird sowie bewirtschaftet und unterhalten werden  kann. Geringer werdende Gemeindegliederzahlen zwingen hier zum Umdenken,  damit eine Kirchengemeinde oder auch ein Kirchenbezirk nicht unnötig Geld für Gebäude  ausgibt, die mittel- oder langfristig aufgegeben werden müssen. Gut nutzbare  Gebäude sollen den Kirchengemeinden und Kirchenbezirken auch künftig zur Nutzung  zur Verfügung stehen.  In einem ersten Schritt muss eine Immobilienkonzeption aufgestellt werden. In  diesem Konzept ist jedes einzelne Gebäude einer Kirchengemeinde im Hinblick auf  seine künftige Nutzung und Verwendung zu untersuchen. In einem zweiten Schritt  ist dann die festgelegte Konzeption schrittweise zu entscheiden und umzusetzen.  Ein solcher Prozess ist oft nicht einfach, da dann, wenn geliebte Gebäude aufgegeben  werden sollen, sich Widerstand regt. Diesem muss offen begegnet werden,  ohne dass das langfristige Ziel einer Gebäudereduzierung aus den Augen verloren  wird. Auch für manchen äußerst schwierigen Fall ließen sich schon Lösungen finden,  wenn die Bereitschaft dazu vorhanden war.  Der Aufstellung einer Immobilienkonzeption gehen in der Regel Strukturüberlegungen  voraus. Dabei wird geprüft, ob eine Kirchengemeinde mit einer anderen Kirchengemeinde  im Immobilienbereich zusammenarbeiten kann oder ob eine Fusion  von Kirchengemeinden ansteht, die einen Überhang an Gebäuden schafft.  Nach der Beschlusslage im Ausschuss für den Ausgleichstock kann von Kirchengemeinden  die Vorlage eines Immobilienkonzeptes verlangt werden, wenn an einem  vorhandenen Gebäude Instandsetzungen oder Erweiterungen erfolgen sollen oder  die Errichtung eines Neubaus vorgesehen ist. Dadurch soll sichergestellt werden,  dass der begrenzte Baumitteletat sinnvoll und zukunftsfähig eingesetzt wird und  Fehlinvestitionen vermieden werden.  Der OKR begleitet Kirchengemeinden bei der Erstellung und Umsetzung einer Immobilienkonzeption.   

(KGO= Kirchengemeindeordnung, OKR= Oberkirchenrat)

Link zum KGR Handbuch